Kommt der deutsche Vizemeister zur Unzeit?

Reiner Buschow

Schwabsbergs Kapitän Reiner Buschow kann auch mit Rückschlägen umgehen. Er ist keiner der deshalb gleich die Flinte ins Korn wirft.

 

Am vergangenen Wochenende traten die Erstligakegler vom KC Schwabsberg mit großer Zuversicht die Reise in die Oberpfalz zum FEB Amberg an. Zurück kam man mit zwei Minuspunkten im Gepäck, die so keiner auf der Rechnung gehabt hatte. Weder die Amberger, die sich über zwei unerwartete Bonuspunkte freuen durften, noch die Ostwürttemberger, die unmittelbar nach der Begegnung noch nicht so richtig realisiert hatten, was da eigentlich passiert war. Unterschätzt hatte man die Gastgeber keineswegs, aber gelegentlich gibt es diese Spiele, wo man ab einem bestimmten Zeitpunkt das Gefühl nicht los wird, dass aber auch wirklich alles gegen einen läuft. Häufig passiert das in Träumen, manchmal aber auch, wie in Amberg, in der Wirklichkeit. Reiner Buschow & Co. haben sich diese Niederlage zur absoluten Unzeit eingefangen, denn am Wochenende steht der deutsche Vizemeister Victoria Bamberg vor der Türe: Nur zu gerne würden die Oberfranken die Erfolgsserie der vergangenen beiden Jahre weiter ausbauen. Allerdings so ganz unbelastet reisen die auch nicht auf die Ostalb, nachdem man am 5. Spieltag ebenfalls, völlig überraschend, gepatzt und zuhause mit 3 : 5 gegen die Chambtalkegler aus Raindorf unterlegen ist. Ein Grund mehr sich dafür am KC Schwabsberg schadlos zu halten.

Die Begegnungen der vergangenen Jahre brachten durchweg hochklassigen Kegelsport. Das verspricht, ganz ohne Zweifel, auch die Partie am kommenden Samstag. Man hat Respekt vor einander. Außerhalb der Bahn pflegt sogar eine gewisse Nähe. Das allerdings ändert nichts an dem Umstand, dass auf der Bahn verbissen um jeden Kegel gestritten wird. Mit Florian Fritzmann, um beispielhaft nur einen Namen zu nennen, verfügt Bamberg über einen absoluten Ausnahmekegler, Auswärtsschnitt: 661 Kegel, der wirklich jeder Spitzenmannschaft außerordentlich gut zu Gesicht stehen würde. Der Kader der Bamberger ist durchgängig stark besetzt. Um dieser Mannschaft Probleme zu bereiten muss man sich spielerisch schon am oberen Limit bewegen. Auch wenn man auf fremden Bahnen noch etwas die Auswärtsstärke der vergangenen Jahre vermissen lässt, ist Schwabsberg auf heimischem Terrain auf einem sehr guten Weg wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Trainer Eugen Fallenbüchel hat sich, im Bemühen die individuellen Stärken seiner Mannschaft gründlich auszuloten mitunter recht experimentierfreudig gezeigt. Die dabei erzielten Ergebnisse geben ihm aber recht und Anlass zu verhaltenem Optimismus. Findet der Schwabsberger Trainer für das samstägliche Match den richtigen Mix, darf man sich jetzt schon auf einen hoch interessanten Schlagabtausch freuen. Zünglein an der Waage wird in dieser Partie wie schon so oft die Tagesform einzelner Athleten sein. An möglichen Kandidaten hierfür mangelt es in keinem der beiden Teams. Spielbeginn ist um 14.00 Uhr. Das Vorspiel bestreitet das Schwabsberger Oberligateam gegen den TSV Denkendorf.

Stimmen zum Spiel – Kapitän Reiner Buschow:

„Bamberg ist sicherlich nicht der ideale Gegner, um die Scharte vom vergangenen Samstag auszuwetzen. Die Pleite in Amberg hatte auch ein Gutes. Unsere Eigenwahrnehmung wurde rechtzeitig geschärft. Eine unangenehme, aber wichtige Erfahrung, die wir auf unser Spiel übertragen müssen.“


23 Nov 2018;
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