Staffelstein beeindruckt in Schwabsberg mit einer brillanten Leistung

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Marcus Gerdau (li.) und Julian Hess (re.), jeweils weltklassereife 671 Kegel, zeigten Kegelsport der Extraklasse und besiegelten damit bereits frühzeitig zweite Schwabsberger Heimniederlage.

 

Die Aufforderung an die Fans sich rechtzeitig auf den Weg zu machen, um nichts Entscheidendes zu verpassen hatte seine Wirkung nicht verfehlt. In der Schwabsberger Kegelhalle drängten sich von Beginn an die Zuschauer. Und das war auch gut so, denn bereits im Auftaktdrittel zeichnete sich ab, dass sich der SKC Staffelstein nicht umsonst auf die Reise nach Ostwürttemberg gemacht hatte. Was dabei die Zuschauer zu sehen bekamen, vor allem als sich Marcus Gerdau, die deutsche Nr. 1 und Julian Hess ans Werk machten, war geradezu spektakulär. Mit weltklassereifen Vorstellungen, beide Staffelsteiner erzielten 671 Kegel, ließen sie dem Schwabsberger Startduo, Kapitän Reiner Buschow (621 Kegel) und Bernd Klein (610 Kegel), nicht die Spur einer Chance. Für Staffelstein ein Auftakt nach Maß. Das Erfolgsrezept der Gäste: Kontinuität auf extrem hohem Niveau. Der Lohn: zwei zu null Mannschaftspunkte und ein Plus von 111 Kegeln. Ein Spielstand, bei dem die Begegnung im Grunde genommen für die Oberfranken schon so gut wie gelaufen war. Insgesamt eine wirklich beeindruckende Leistung, die es so auf der Kegelanlage in Schwabsberg noch nie zu bestaunen gab. Dank der alles überragenden Mannschaftsleistung von 3842 Kegeln schnappten sich die Franken am Ende nicht nur beide Spielpunkte sondern auch noch den, bis dato von den Gastgebern gehaltenen Bahnrekord (3798 Kegel). Das Mitteldrittel der Partie brachte für die Hausherren nicht die insgeheim erhoffte Wende. Dietmar Brosi (597 Kegel) lag zwar bei Halbzeit bereits mit 328 Kegeln und zwei Satzgewinnen in Front, verspielte dann aber den Mannschaftspunkt noch auf der Ziellinie. Dem Tschechen Radek Hejhal reichten am Ende 603 Kegel zum umjubelten Punktgewinn. Timo Hehl ließ im Match gegen den Staffelsteiner Kapitän Torsten Reiser das notwendige Durchsetzungsvermögen vermissen, und wurde bereits im zweiten Satz durch Ronald Endraß ersetzt. Der machte seine Sache etwas besser, ein Punktgewinn gelang aber auch ihm nicht. Mit 4 : 0 Gewinnsätzen und hervorragenden 633 : 567 Kegeln war dieses Match eine klare Angelegenheit für den Staffelsteiner. Ein kleines Kunststück gelang Damir Cekovic gegen seinen Ex-Mannschaftskollegen Mathias Dirnberger. Dirnberger erzielte mit 621 : 604 Kegeln zwar das deutlich bessere Gesamtergebnis musste aber dennoch passen, weil der Schwabsberger Schlussmann am Ende mit 2,5 : 1,5 Satzpunkten die Nase vorn hatte. Etwas glücklich zwar, sorgte Cekovic für den Schwabsberger Ehrenpunkt. Aufgrund der soliden Schwabsberger Mannschaftleistung (3601 Kegel) war der keineswegs unverdient. Doppelpartner Manuel Lallinger verspielte nach solidem Beginn in der zweiten Spielhälfte ein weit besseres Ergebnis. Ob dieses allerdings ausgereicht hätte, um gegen Miroslav Jelinek, der in blendender Spiellaune 643 Kegel zu der überragenden Mannschaftsleistung der Staffelsteiner beisteuerte, zu bestehen bleibt fraglich. 

Endstand:  1 : 7 Gesamtpunkte, 3601: 3842 Kegel, 8 : 16 Satzpunkte für den SKC Staffelstein.

Stimmen zum Spiel – Trainer Eugen Fallenbüchel:

„Staffelstein hat uns heute eine eindrucksvolle Demonstration seiner spielerischen Möglichkeiten geliefert. Vor allem das Startpaar hat Kegelsport wie vom anderen Stern geboten. Insgesamt eine Leistung, der man ehrlichen Respekt zollen muss.“

 


01 Jun 2019;
12:00AM
DKBC Pokal Final Four
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