Schwabsberger Stippvisite beim ungarischen Meister brachte keine Überraschungen.

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Schwabsbergs Schlusstrio Ronald Endraß, Damir Cekovic und Manuel Lallinger hätte

beinahe noch das Spiel gedreht und den insgeheim erhofften dritten Punkt im

CL-Hinspiel in Zalaegerszeg ergattert. Im Bild Damir Cekovic (vorne) und Manuel Lallinger.

 

Dessen, dass man mit dem ungarischen Meister Zalaegerszegi TK kein einfaches Los gezogen hat, war man sich in Schwabsberg sehr wohl bewusst. Das Hinspiel beim amtierenden Weltpokalsieger bestätigte die Annahme auch eindrucksvoll. Vor der tollen Zuschauerkulisse im VARESI-Sportpark erwies sich der Weltpokalsieger als der erwartet schwere Brocken. Mangelnde Chancenverwertung konnte man den Keglern von der Ostalb bei der 6 : 2 Auswärtsniederlage (3605 : 3513 Kegel) nicht vorwerfen. Immerhin wurde das Minimalziel, zumindest zwei Mannschaftspunkte mit nach Hause zu bringen, in die Tat umgesetzt. Allerdings hätte dabei den Ostwürttembergern der eine oder andere Satzpunkt durchaus noch gut getan. In der ersten Runde hatten die Ungarn an gleicher Stelle Österreichs Vizemeister BSV Voith St. Pölten glatt mit 8 : 0 (3718 : 3384 Kegel, 18 : 6 Satzpunkte) abgefertigt. Im Vorjahr allerdings konnte sich auf der anspruchsvollen Anlage die kroatische Weltklassemannschaft vom KK Zapresic mit exakt 3513 Kegeln erfolgreich mit 5 : 3 durchsetzen.

Zalaegerszeg setzt Maßstäbe

Die Rechnung der Ungarn Zoltan Feher, Sandor Farkas und Szilard Jarfas im ersten Spielabschnitt zu bringen sollte sich als Glücksgriff erweisen, denn das Schwabsberger Starttrio konnte gegen die vehement aufspielenden Ungarn nur bedingt dagegen halten. Sowohl Philipp Vsetecka (585 Kegel) als auch Mathias Dirnberger (573 Kegel) hatten ihre liebe Mühe, sich optimal auf die anspruchsvolle Anlage einzustellen. Geschickt konnten so Zoltan Feher (617 Kegel) und Szilard Jarfas (612 Kegel) den Heimvorteil, den die Anlage unstrittig bietet, zu ihren Gunsten nutzen. Mit stimmigen Leistungen sowie dem einen oder anderen Handneuner im entscheidenden Moment brachten sie ihre Spiele mit jeweils 3 : 1 Gewinnsätzen nach Hause, begleitet von frenetischen: „Zeg, Zeg, Zeg, Zalaegerszeg“-Rufen. Mit Sandor Farkas  bekam Schwabsbergs Youngster Melvin Rohn den wohl undankbarsten Gegner vorgesetzt. Der Ungar gab vom Start weg gleich richtig Gas. Völlig unbeeindruckt von dessen Startoffensive drehte der Schwabsberger im zweiten Satz den Spieß gehörig um. Wer weiß, was passiert wäre, hätte Schwabsbergs unbekümmert aufspielender Neuzugang auch noch den dritten Satz gewonnen, wo er erst auf der Ziellinie von dem Ungarn überflügelt wurde. Die eigentliche Vorentscheidung in diesem Match fiel im vierten Satz, als der Ungar auf der Schlussbahn einen Lauf hatte und beim Spiel in die Vollen 114 Kegel vorlegte. Am Ende entschied er die Partie mit 3 : 1 Gewinnsätzen und wirklich hervorragenden 627 : 590 Kegeln zu seinen Gunsten. Die Ungarn, denen ein Start nach Maß gelungen war führten in der Begegnung zur Halbzeit mit 3 : 0 Punkten und 1856 : 1748 Kegeln.    

Schwabsberg stemmt sich gegen das drohende Debakel

Im zweiten Spielabschnitt startete Schwabsberg eine Aufholjagd, die beinahe sogar den angestrebten dritten Mannschaftspunkt eingebracht hätte. Ronald Endraß bekam mit Attila Nemes einen weiteren Hochkaräter vorgesetzt. Dem Ungarn gelang zwar ein Satzgewinn, da er aber ansonsten spielerisch eher farblos blieb, ließ er sich bei Halbzeit durch Rudolf Balasz ersetzen. Die erhoffte Belebung für das Spiel der Ungarn blieb aber aus, denn mittlerweile dominierte Endraß die Partie beinahe nach Belieben. Dank seines präzisen Gassen- und  Räumspiels vor allem im zweiten Spielabschnitt brachte er für Schwabsberg den ersten Mannschaftspunkt mit 2,5 : 1,5 Sätzen und 577 : 552 Kegeln sicher nach Hause. Damir Cekovic musste im ersten Satz gegen Claudiu Boanta  noch mit 159 : 163 Kegeln knapp passen, ließ dann aber nichts mehr anbrennen und gewann drei Sätze in Folge. Mit 602 : 574 Kegeln erzielte er Tagesbestleistung für Schwabsberg. Ein absolutes Klassematch lieferten sich Manuel Lallinger und Karoly Kozma. Während der Ungar den ersten Satz mit 145 : 143 Kegeln für sich entscheiden konnte holte sich der Schwabsberger in überragender Manier den zweiten mit 175 : 173 Kegeln. Die Entscheidung fiel im Schlusssatz. Als dem Schwabsberger urplötzlich nichts mehr gelingen wollte, setzte sich der Ungar mit einem Plus von 30 Kegeln entscheidend ab und machte den vielumjubelten Punkt zum 6 : 2 für die Gastgeber. 3 : 1 Gewinnsätze und 623 : 586 Kegel die Bilanz des Ungarn. Für Schwabsberg wird es am 17. Februar alles andere als einfach gegen diese starke ungarische Klubmannschaft das 6 : 2 (14,5 : 9,5 Sätze) aus dem Hinspiel nochmals zu drehen. Entschieden ist allerdings bei diesem Stand noch gar nichts.  

Stimmen zum Spiel – Matze Dirnberger:

„Zalaegerszeg hat es heute überaus geschickt verstanden seinen Heimvorteil zu nutzen. Auf den Bahnen 1 und 2 haben wir wichtige Kegel eingebüßt. Immerhin konnten wir dennoch unser Minimalziel, zumindest zwei Punkte für das Rückspiel mitzunehmen, einigermaßen erfolgreich umsetzen.“


2018-08-18
12:00 Uhr - 22:00 Uhr
Göggelesfest
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