Der Patzer gegen die Nibelungen wird von den Hessen mit der Höchststrafe geahndet.

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Lorsch befreite sich mit einem überraschenden 5 . 3 Auswärtserfolg beim KC Schwabsberg von den allergrößten Abstiegssorgen.

 

Eigentlich hatte das Spiel zunächst, ganz im Sinne der Gastgeber, seinen gewohnten Verlauf, genommen. Weil es Schwabsberg im Schlussdrittel aber versäumte rechtzeitig den Sack zuzumachen, bekamen die Gäste aus Hessen plötzlich Oberwasser und hatten am Ende zum Entsetzen der Ostwürttemberger, die in den beiden Schlussätzen zwar reichlich verlorenen Boden wieder gut machen konnten, sogar die Nase vorn. In der Endabrechnung waren es drei Kegel die zum durchaus verdienten Remis und deren vierzehn, die zum knappen Heimerfolg über die Nibelungen fehlten. Die durften sich nach einer durch und durch soliden Leistung nicht nur über zwei unerwartete Punkte im Abstiegskampf sondern auch ihren allerersten Punktgewinn auf der Ostalb freuen. Mit dem überraschenden 3 : 5 Auswärtserfolg (3621 : 3634 Kegel), dürften die Hessen der größten Abstiegssorgen ledig sein.     

Den Gastgebern, die mit Philipp Vsetecka und Mathias Dirnberger eröffneten gelang gegen das starke Startpaar der Lorscher mit Manuel Ott (601 Kegel) und Frank Gutschalk (600 Kegel) geradezu ein Auftakt nach Maß. Philipp Vsetecka begann stark mit 321 Kegeln und dominierte zunächst den Lorscher Ott eindeutig. Im zweiten Spielabschnitt legte der seinerseits starke 327 Kegel nach. Mit jeweils 2 : 2 Satzpunkten ging der Mannschaftspunkt an den Schwabsberger, der mit 609 Kegeln das bessere Gesamtergebnis erzielt hatte. Mathias Dirnberger nahm sich im ersten Satz gegen Frank Gutschalk eine kleine Auszeit, kam dann aber richtig in Fahrt und brachte sein Spiel souverän über die Runden. Seine wirklich überragende keglerische Leistung spiegeln die von ihm erzielten, hervorragenden 638 Kegel ( 3 : 1 Gewinnsätze) nur begrenzt wieder. Die meisten Zuschauer waren‘s zufrieden. Die Gastgeber lagen nach starkem Beginn mit 2 : 0 Punkten und 1247 : 1201 Kegeln in Front.

Spieltaktisch betrachtet spielte Lorsch seine eigentlichen Trümpfe im Mitteldrittel der Partie aus. Dort wollte man mit Jurek Osinski und Dauerbrenner Thorsten Gutschalk beide Punkte einfahren. Die Gäste hatten da allerdings die Rechnung ohne Ronald Endraß gemacht, denn der Mathelehrer bewies auch diesmal ganz versiert, dass diese Gleichung so nicht aufgehen kann. Sein Ansatz lautete: 4 : 0 Gewinnsätze und 619 : 585 Kegel und das ergab einen Punkt für Schwabsberg. Das zweite Match allerdings verlief ganz nach Plan. Marcel Volz hatte seine liebe Mühe, mit der Lorscher Nr. 1: Thorsten Gutschalk, mitzuhalten, so dass er bei Halbzeit durch Melvin Rohn ersetzt wurde. Mit 311 : 308 Kegeln gestaltete der das Ergebnis für die Ostwürttemberger wieder etwas freundlicher. Den Spielpunkt holte sich dennoch der Lorscher mit 3 : 1 Satzpunkten und ausgezeichneten 614 : 569 Kegeln. Die zwischenzeitliche Schwabsberger Führung mit 3 : 1 Mannschaftspunkten und 2435 : 2400 Kegeln sollte sich im weiteren Spielverlauf noch als trügerisch herausstellen.

Das Schlussdrittel gehörte zunächst den Gästen. Da machten Jochen Steinhauer mit überragenden 648 Kegeln gegen Schwabsbergs Kapitän Reiner Buschow (602 Kegel) und Michael Straub gegen Manuel Lallinger mächtig Druck. Schwabsbergs Führung schmolz dahin. Zeitweise lagen die beiden Lorscher sogar mit über 70 Kegeln sogar deutlich in Front. Trotz einer fulminanten Schlussoffensive konnten Schwabsbergs Schlussspieler den Rückstand nicht mehr gänzlich egalisieren.

Wie schon im vergangenen Jahr schien ein Remis in der Luft bereits greifbar, als Michael Straub mit seinem allerletzten Wurf sämtliche Schwabsberger Hoffnungen zu Nichte machte. Bei Satzgleichstand stellte er gegen Manuel Lallinger mit 586 : 584 Kegeln für seine Mannschaft den überraschenden, keineswegs aber unverdienten 3 : 5 Auswärtserfolg, sicher.

Stimmen zum Spiel – Reiner Buschow:

„Lorsch ist im Schlussdrittel sehr gut ins Spiel gekommen. Da haben wir etwas zu lange gebraucht um die Initiative zu übernehmen und wieder ins Spiel zu kommen. Am Ende hat dann es dann schon auch am notwendigen Glück gefehlt, um die Begegnung noch einmal zu kippen."


2018-05-04
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