Schwabsberg zieht beim 5 : 3 (3733 : 3639 Kegel) in Staffelstein den Kürzeren.

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Bei dem in weiten Teilen überzeugenden Auftritt in Staffelstein mehrten sich die Anzeichen,
dass sich bei Schwabsberg (Bild: Damir Cekovic) rechtzeitig zum Rückspiel in der
Champions League der alte Biss wieder einstellt.

 

Trotz des an sich nicht unerwarteten Punktverlustes in Oberfranken hatte Schwabsbergs Reise nach Bad Staffelstein dennoch auch ihre positiven Seiten. Dem Ziel gewisse Blockaden zu lösen ist man dabei nämlich ein erfreuliches Stück näher gekommen. Philipp Vsetecka und Damir Cekovic zeigten mit 643 und 656 Kegeln überragende Leistungen. Den Sieg allerdings strichen keineswegs unverdient, aufgrund einer  ausgeglichenen Mannschaftsleistung auf überdurchschnittlich hohem Niveau, die Gastgeber ein. Mit Blick auf das Champions League Rückspiel gegen Zalaegerszeg am Samstag ging Schwabsberg die Aufgabe gegen die SKC’ler ganz bewusst mit einer sehr  offensiven Ausrichtung an, auch um die eigenen Grenzen auszuloten. Zumindest die Rechnung ist für Schwabsberg weitgehend aufgegangen. Zahlenspiele, ob sich mit einem defensiveren Auftreten, was aber ebenfalls einem Ritt auf der Rasierklinge gleichgekommen wäre, das Ergebnis hätte positiver gestalten lassen, erübrigen sich im Nachhinein. 

Schwabsberg ging die schwierige Aufgabe beim SKC Staffelstein mit offenem Visier an. Julian Hess gegen Mathias Dirnberger und Torsten Reiser gegen Philipp Vsetecka waren die Pärchen des ersten Spieldrittels. Die beiden Ex-Bamberger Hess (637 Kegel) und Dirnberger (617 Kegel) lieferten sich ein tolles Match. Die Entscheidung zu Gunsten des Staffelsteines fiel hauchdünn. Ausschlaggebend am Ende waren, über die gesamte Distanz gesehen, maximal zwei oder drei Würfe die den Staffelsteiner auf die Siegerstraße brachten. Absolut identisch die Partie zwischen Torsten Reiser und Philipp Vsetecka. Dem Staffelsteiner gelang es lediglich im zweiten Satz seinem Schwabsberger Kontrahenten, der sich in blendender Spiellaune präsentierte, zu entwischen. Der musste allerdings im dritten Satz einige bange Momente überstehen, bis er schließlich den richtigen Dreh herausgefunden hatte. Dann allerdings zauberte Vsetecka gleich fünf Handneuner in Folge aus dem Hut, drei davon im Räumspiel und sicherte sich so mit einer gleichermaßen famosen wie kuriosen 167’iger Bahn (88 Kegel beim Spiel in die Vollen und 79 !!! Kegel ins Räumen) wieder die Lufthoheit. Mit 3 : 1 Gewinnsätzen und 643 : 622 Kegeln eine klare Angelegenheit für den Schwabsberger Weltklassemann. Nach anfänglichen Startproblemen und einem deutlichen Rückstand beendete Schwabsberg das erste Spieldrittel mit einer hauchdünnen Führung bei 1 : 1 Mannschaftspunkten und 1259 : 1260 Kegeln. 

Manuel Lallinger hatte gegen Staffelsteins Leistungsträger Marcus Gerdau eine recht anspruchsvolle, dennoch aber lösbare Aufgabe bekommen. Als er jedoch seinen ersten Satz komplett in den Sand setzte, war an mehr als Schadensbegrenzung nicht mehr zu denken. Gerdau setzte sich am Ende auch hochverdient mit 3 : 1 Sätzen und hervorragenden 640 :564 Kegeln gegen den Schwabsberger, der zwischendurch recht munter mitspielte, durch. Einen spannenden Schlagabtausch lieferten sich Reiner Buschow (593 Kegel) und Florian Bischoff (592 Kegel). Der Staffelsteiner führte bereits mit 2 : 0 Sätzen als Schwabsbergs Kapitän den Spieß umdrehte und den Ostwürttembergern mit seinem, um einen Kegel besseren Gesamtergebnis den wichtigen Spielpunkt bescherte. Den anderen hatte sich zuvor schon Markus Gerdau geschnappt, mit seiner hervorragenden Einzelleistung hatte er zudem Staffelstein mit 2471 : 2417 Kegeln in Front gebracht.

Im Schlussdrittel kam Ronald Endraß gegen den glänzend aufgelegten Jiri Vicha lediglich zu einem Satzgewinn. Der Tscheche startete mit 332 Kegeln überragend und dominierte so vom Start weg das Match. 3 : 1 Satzpunkte und hervorragende 625 : 566 Kegel verbuchte er für die Oberfranken auf der Habenseite. Ebenfalls stark der Staffelsteiner Miroslav Jelinek, der ausgezeichnete 617 Kegel auflegte. Beeindruckend die ersten beiden Bahnen, wo der Tscheche gegen Schwabsbergs Damir Cekovic wirklich alles erdenkliche probierte, dennoch aber stets den Kürzeren zog. Cekovic hielt nicht nur in Weltklassemanier mit 341 Kegeln dagegen sondern legte noch 315 Kegel nach. Brillant seine zweite Bahn mit 177 (106/71) Kegeln, wie auch sein Gesamtergebnis: Tagesbestwert mit 656 Kegeln. Seine 3,5 : 0,5 Satzpunkte waren für Schwabsberg aber allenfalls ein kleines Trostpflaster, denn die Begegnung, ging mit 5 : 3 Punkten, aufgrund des mit 3733 : 3639 Kegeln besseren Gesamtergebnisses, an die stark aufspielenden Hausherren.   

Stimmen zum Spiel – Reiner Buschow:

„Eigentlich ein kurioses Spiel, in dem sogar ein Punkt für uns drin gewesen wäre. Insgesamt hat sich Staffelstein die beiden Punkte aber redlich verdient. Wir haben einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, wie unser Satzverhältnis von 12,5 : 11,5 zeigt.“


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