Knifflige Aufgabe fürs Viertelfinale, da müssen Schwabsbergs Kegler beim Drittligisten SKC Unterharmersbach ran.

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Ein mehr als typisches Pokalspiel, denn Zweitligist Rot Weiß Hirschau brachte den
Erstligisten aus Schwabsberg phasenweise arg in Bedrängnis. Am Ende reichte
es für die Ostwürttemberger doch noch zu einem Last-Minute-Sieg und den Einzug
ins Pokalviertelfinale.

 

Auch wenn es anfänglich den Anschein hatte, Langeweile kam in der Achtelfinalbegegnung des DKBC-Pokals zwischen Schwabsberg und Rot Weiß Hirschau nicht auf. Und dass das so war, daran hatte der Zweitligist aus der Oberpfalz ganz wesentlichen Anteil. Nach einem deutlichen Rückstand aus dem Startdrittel (2 : 0 Punkte, 7 : 1 Satzpunkte, 1245 : 1153 Kegel) stellte die Hirschauer Mittelpaarung den Spielstand wieder auf Null (2 : 2 Punkte, 9 : 7 Satzpunkte, 2363 : 2363 Kegel). Am Ende der munteren und im Schlussdrittel hochspannenden Partie hatte der Erstligist von der Ostalb, nach zwischenzeitlichem Rückstand, dann aber doch noch mit 5 : 3 Punkten, 14 : 10 Satzpunkten und 3585 : 3550 Kegeln die Nase vorn. Auf Schwabsberger Seite darf sich unstrittig Marcel Volz, für Manuel Lallinger in die Mannschaft rotiert, als einer der Gewinner fühlen. Er brachte sein Spiel und damit den entscheidenden dritten Punkt, mit ansprechenden 599 Kegeln, sicher nach Hause. Den Tagesbestwert in der Partie erzielte der Hirschauer Robert Rösch, der in überragender Manier, mit mächtigen Würfen, 641 Kegel zu Fall brachte. Mit dem SKC Unterharmersbach, Verbandsliga Südbaden, hat Schwabsberg einen sperrigen Gegner gezogen. Die Südbadener, die über einen sehr gut besetzten Spielerkader verfügen, sind auf direktem Sprung in die 2. Bundesliga.     

 

Auftakt nach Maß

Philipp Vsetecka und Mathias Dirnberger gelang gegen die Hirschauer Bastian Baumer und Daniel Rösch ein Auftakt nach Maß. Als der Österreicher im dritten Satz eine Verschnaufpause einlegte schlug Bastian Baumer sofort Kapital daraus. Mit einer exzellenten 174’er Bahn setzte er sich gekonnt ins Szene. Auf der Schlussbahn holte sich Vsetecka jedoch die zuvor verlorenen Kegel wieder zurück. Mit 3 : 1 Gewinnsätzen und ausgezeichneten 617 : 584 brachte er den erwarteten Punkt sicher nach Hause. Mathias Dirnberger startete mit einer 149’iger Bahn noch etwas verhalten, legte dann aber auf hohem Niveau drei 160’iger Bahnen auf, nachdem er sein Visier etwas nachjustiert hatte. Mit 4 : 0 Gewinnsätzen und hervorragenden 628 Kegeln ließ er gegen Daniel Roesch, der sehr ordentliche 569 Kegel erzielte, nichts anbrennen. Beinahe erwartungsgemäß lag Schwabsberg nach dem Auftaktdrittel mit 2 : 0 Punkten und 1245 : 1153 Kegeln deutlich in Front.    

Hirschau stellt die Partie auf Null

Wer gedacht hatte, dass die Begegnung nach dem starken Beginn für die Gastgeber gelaufen sei, sah sich jäh enttäuscht. Der Hirschauer Patrick Krieger brannte gegen Ronny Endraß ein keglerisches Brillantfeuerwerk ab. Vielleicht steckte Endraß noch die schwere Partie vom Vortag in den Knochen, auf alle Fälle kam er nicht wie gewohnt in die Gänge und musste sich mit einem glatten 4 : 0 geschlagen geben. Krieger, der mit kraftvollem und präzisem Spiel zu gefallen wusste, erzielte hervorragende 631 Kegel, während sich der Schwabsberger mit 564 Kegeln begnügen musste. Ähnlich erging es auch Melvin Rohn (554 Kegel) der gegen den Hirschauer Alexander Held (579 Kegel) einen eher gebrauchten Tag erwischt hatte. Den Grundstock für seinen doch etwas überraschenden Punktgewinn legte Held bereits im ersten Satz, wo er mit einer furiosen 173’iger Bahn startete. Und so kam es, dass Hirschau, quasi in der Höhle des Löwen, nicht nur das Spiel sondern diesem auch eine Nase drehte. Neuer Spielstand: Remis,  2 : 2 Mannschaftspunkte bei 2363 : 2363 Kegeln.

Nervenschlacht im Schlussdrittel

Damir Cekovic und Robert Rösch lieferten sich ein packendes Duell auf allerhöchstem spielerischem Niveau. Erwartungsgemäß ging Cekovic in Führung, wurde dann aber von dem Hirschauer, der sich immer besser auf der Anlage zu recht fand und dem Wahlkroaten mit machtvollen Würfen die Stirn bot, ausgekontert. Mit der Tagesbestleistung, hervorragenden 641 Kegeln, schnappte sich der Hirschauer, der bei Satzgleichstand das bessere Gesamtergebnis erzielt hatte, den Punkt. Wichtig für Schwabsberg in der Schlussphase der Partie war indes einzig und allein, dass Cekovic mit ausgezeichneten 623 Kegeln an seinem Gegner kleben blieb, denn auf der Bahn nebenan hatte sein Doppelpartner Marcel Volz die Lage für Schwabsberg im Griff. Großzügig hatte der zunächst die Startbahn an Michael Öttl mit 151 : 155 Kegeln verschenkt. Auf den Folgebahnen ließ Volz dann jedoch keine Zweifel daran mehr aufkommen, wer Herr im Ring ist. Mit drei deutlichen Satzgewinnen in Folge sicherte er den Ostwürttembergern nicht nur den wichtigen Mannschaftspunkt sondern  ansprechenden 599 : 546 Kegeln auch den Einzug ins Pokalviertelfinale.

Endstand:  5 : 3 Gesamtpunkte (14 : 10 Satzpunkte) bei 3585 : 3550 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Stimmen zum Spiel – Mathias Dirnberger:

„Die Hirschauer sind als Zweitligist überraschend gut mit unseren Bahnen zurechtgekommen. Dabei haben sie uns zumindest phasenweise arg in Bedrängnis gebracht. Für die starke Leistung muss man der Mannschaft höchsten Respekt zollen. Am Ende durften wir froh sein, mit einem blauen Auge ins Viertelfinale geschlittert zu sein, aber wir sind auf Kurs und allein das zählt.“


29 Sep 2018;
10:30AM - 02:00PM
Herren II - Oberliga Nordwürttemberg
29 Sep 2018;
02:00PM - 05:30PM
Herren I - 1. Bundesliga 120 Wurf
29 Sep 2018;
04:00PM - 07:30PM
Herren III - 1. Bezirksliga Ostalb Hohenlohe
30 Sep 2018;
09:00AM - 12:30PM
Herren IV - Bezirksklasse A Ostalb Hohenlohe
30 Sep 2018;
12:30PM - 04:00PM
Frauen - Verbandsliga Württemberg