Abstiegsbedrohte Amberger erweisen sich beim 6 : 2
(3554 : 3509 Kegel) als der erwartet schwere Gegner.

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Schwabsberg zeigte Amberg beim 6 : 2 sprichwörtlich die kalte Schulter. Vorne im Bild
Philipp Vsetecka, der seinem Ruf als Punktegarant auch in der Oberpfalz gerecht wurde.

 

Erwartungsgemäß gab es für Erstligist KC Schwabsberg, in der Oberpfalz beim FEB Amberg richtig dicke Bretter zu bohren. Teilweise war dies aber auch dem Umstand geschuldet, dass weder Freund noch Feind, die Kegel so richtig zum Umfallen bewegen konnten. Einzig Niederbayer Manuel Lallinger erwies sich als der Bahnenversteher schlechthin und beeindruckte mit dem Tagesbestwert: blitzsauberen 628 Kegeln. Daneben übertrafen bzw. erreichten lediglich noch der Amberger Matthias Hüttner (613 Kegel) und sein Teamkollege Bernd Klein die 600’er Marke. Der Schwabsberger Auswärtserfolg ist beinahe schon kennzeichnend für den bisherigen Saisonverlauf. Unstrittig haben sich die Ostwürttemberger den vierten Auswärtserfolg in der laufenden Saison hart und redlich erarbeitet. Erstaunlich daran ist, dass sie mittlerweile eine bessere Auswärts- als Heimbilanz vorweisen können. Trotz des durchaus berechtigten Jubels über den Erfolg blieb am Ende auch der Respekt für den aufopferungsvoll kämpfenden Gegner. Der musste nicht nur auf zwei wichtige Spieler verzichten, es fehlte wie so oft, in der einen oder anderen Situation zudem auch das notwendige Quäntchen Glück.

Philipp Vsetecka und Mathias Dirnberger lieferten unter dem Strich mit 596 und 599 Kegeln eine recht ordentliche Partie gegen Michael Wehner (558 Kegel) und Matthias Hüttner (613 Kegel) ab. Vsetecka eröffnete stark mit 317 Kegeln und nutzte dann einen Hänger von Michael Wehner im dritten Satz, um sich seinen Punkt zu sichern. Mathias Dirnberger geriet auf der Startbahn unversehens ins Hintertreffen als seine Würfe beim Spiel in die Vollen nicht die gewünschte Wirkung zeitigten. Mit einer 171’iger Bahn im dritten Satz schloss er unmittelbar zu Matthias Hüttner auf. Der ließ dank überragendem Räumspiels im Schlusssatz aber nichts mehr anbrennen und sicherte Amberg einen überraschenden Punktgewinn. Schwabsberg schloss das erste Spieldrittel mit ausgeglichenem Punktestand, aber leichten Feldvorteilen, auf Grund des mit 1195 : 1171 Kegeln besseren Gesamtergebnisses.

Maximilian Hufnagel und Florian Möhrlein gegen Melvin Rohn und Ronald Endraß, das waren die Pärchen im zweiten Spielabschnitt. Nach einem völlig missglückten Start lag Melvin Rohn gegen Ambergs Nachwuchsspieler Maximilian Hufnagel mit 31 Kegeln beinahe schon aussichtslos zurück. Postwendend stellte er jedoch mit einer fantastischen 171’iger Bahn den Gleichstand her, allerdings nur, um dann erneut mit 24 Kegeln, deutlich in Rückstand zu geraten. Ein Wechselbad der Gefühle für den Schwabsberger Anhang, aber eines mit glücklichem Ausgang. Im Schlussspurt  forcierte er die Schlagzahl noch einmal deutlich, zog mit 578 : 570 an seinem Gegenspieler vorbei und sicherte Schwabsberg einen  außerordentlich wichtigen Punktgewinn. Ronald Endraß merkte sehr rasch, dass auch für ihn nicht allzu viel zu holen war. Er beschränkte sich daher darauf seinen Gegenspieler im Sparmodus unter Kontrolle zu halten. Ein Unterfangen, das ihm auch sehr gut gelang. Abgebrüht punktete er in den beiden engen Sätzen und entschied so das Spiel mit 3 : 1 Gewinnsätzen und 581 : 576 Kegeln zu seinen Gunsten. Mit einer 3 : 1 Führung für Schwabsberg und einem knappen Plus von 37 Kegeln (2354 : 2317 Kegel) ging die Partie ins Schlussdrittel. Ein Spielstand, der für beide Teams noch alles offen ließ.

Da lag es nun an Bernd Klein gegen Schwabsbergs Kapitän Reiner Buschow und Wolfgang Häckl gegen Manuel Lallinger, die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Reiner Buschow, gehandicapt durch eine alte Verletzung am rechten Oberschenkel, hatte seine liebe Not, am Amberger Bernd Klein dranzubleiben. Gerade in den entscheidenden Situationen der Partie stellte Buschow seine ganze Qualität unter Beweis und blieb an seinem Gegenspieler kleben. Klein setzte sich am Ende zwar glatt mit 4 : 0 Gewinnsätzen und 600 : 578 Kegeln durch, konnte dabei aber keine nennenswerten Geländegewinne erzielen. Auf den Bahnen nebenan beeindruckte derweil Manuel Lallinger mit unwiderstehlichem Zug zur Gasse. Mit überragenden Wurfserien, Fehler absolute Mangelware, zermürbte er seinen Gegenspieler, den unermüdlich rackernden Amberger Wolfgang Häckl. Sein Lohn: Partiebestwert mit hervorragenden 628 : 592 Kegeln und 3,5 : 0,5 Satzpunkte. Beharrlichkeit und Standvermögen waren die Attribute, die am Ende den Ausschlag dafür gaben, dass Schwabsberg, keineswegs unverdient, mit einem 6 : 2 (3554 : 3509 Kegel), die Hürde beim FEB Amberg meisterte.  

Stimmen zum Spiel – Manuel Lallinger:

„Wir mussten uns heute förmlich in die Partie hineinbeißen. Große Ergebnisse blieben die Ausnahme. Das hat sich bereits in den Anfangspaarungen angedeutet. Wir haben jedoch ordentlich gegen die Bahn gearbeitet und so die entscheidenden Kegel erzwungen. Unterm dem Strich hat es gepasst und nur das zählt.“


27 Okt 2018;
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