Auf dem Weg ins Final Four fertigt Pokalschreck SKC Unterharmersbach
den Titelverteidiger mit 6 : 2 ab.

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Ein fairer Verlierer. Schwabsbergs Kegler zollen nach einem tollen Match der formidablen
Leistung des Verbandsligisten den verdienten Applaus.

 

Die Rechnung des Erstligisten in der Viertelfinalbegegnung des DKBC-Pokals gegen den SKC Unterharmersbach ging nicht auf. Der ambitionierte Verbandligist, der sich bislang schon als Pokalschreck einen Namen gemacht hatte, zeigte auch dem favorisierten Titelverteidiger von der Ostalb die Grenzen auf. Im Spiel aller Spiele warfen die Südbadener die Württemberger mit einer Leistung, die jedem Erstligisten zur Ehre gereicht hätte, aus dem Wettbewerb. Die eigentliche Sensation: mit den Unterharmersbacher Keglern steht erstmals ein Verbandsligist im Pokalfinalrundenturnier „Final Four. Mit dem 6 : 2 (3795 : 3667 Kegel) gelang den Keglern um Kapitän Axel Schondelmaier der größte Wurf in der Vereinsgeschichte und so ganz nebenbei zauberten die Schwarzwälder mit ihren 3795 Kegel auch noch einen sensationellen Bahn- und Vereinsrekord sowie einen neuen Einzelbahnrekord: Alexander Schondelmaier mit 686 Kegeln, auf die Bahn.

Auftakt nach Maß

Der Einstieg in die Begegnung begann für die Gäste von der Ostalb recht verheißungsvoll. Nach anfänglichen Startproblemen beherrschten Mathias Dirnberger, überragende 658 Kegel und Philipp Vsetecka, hervorragende 627 Kegel, Bahn und Gegner. Bei den Gastgebern hatten Markus Weber, sehr ordentlich 591 Kegel und Maurice Sobott (558 Kegel) in der ersten Spielhälfte ihre stärkste Phase. Im dritten Satz zogen dann aber die beiden Schwabsberger mit weltklassereifen 367 Kegeln auf und davon. Die Hoffnungen der Gastgeber, aus dem Startdrittel einen Punkt mitzunehmen, erlitten dadurch einen herben Dämpfer. Mit 2 : 0 Punkten und 1149 : 1285 Kegeln gingen die Ostwürttemberger beinahe erwartungsgemäß in Führung.

Unterharmersbacher Aufholjagd

Der Plan der Gastgeber war klar. Das Mitteldrittel mit Hoffnungsträger Axel Schondelmaier sollte die Wende bringen. Anfänglich konnte der vom Schwabsberger Marcel Volz (598 Kegel) zwar noch in Schach gehalten werden. Nicht zu verhindern war, dass der langaufgeschossene Ex-Zerbster Punkt für Punkt auf der Habenseite verbuchte. Mit einer 196’iger Schlussbahn (108/88/0) und weltklassereifen 686 Kegeln setzte der einen phänomenalen Schlusspunkt unter seinen insgesamt schon begeisternden Auftritt. Schwabsberg hatte dagegen mit der Überlegung spekuliert den zweiten Unterharmersbacher Streiter, Wolfgang Bollack, zu knacken. Das Geburtstagskind machte den Ostwürttembergern jedoch einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Mit 629 Kegeln wuchs der förmlich über sich hinaus. Manuel Lallinger, der mit 604 Kegeln ein absolut ansprechendes Ergebnis ablieferte, war zwar bis zum Schlusssatz mit seinem Kontrahenten auf Augenhöhe, musste dann aber auf den letzten Metern passen, so dass Unterharmersbach zum 2 : 2 Zwischenstand (2464 : 2487 Kegel) ausgleichen konnte.    

Phänomenales Schlusspaar wendet das Blatt

Frederic Koell und Damir Cekovic sowie Pascal Dräger und Ronald Endraß, das waren die Pärchen des Schlussdrittels. Während der Schwabsberger Cekovic (609 Kegel) nur mit Mühe in sein Spiel fand ging der Unterharmersbacher Koell (überragende 665 Kegel) vom ersten Wurf an, mit einer 179’er Bahn, gleich mächtig zur Sache. Den zweiten Spielabschnitt konnte der Schwabsberger mit 336 : 337 Kegeln völlig ausgeglichen gestalten. Dennoch musste er gegen den französischen Weltklassemann, der Saisonbestleistung erzielte, am Ende die Segel streichen.

Nicht besser erging es Ronald Endraß (571 Kegel) der zwar mit 165 : 157 Kegeln den ersten Satz für sich verbuchen konnte, dann aber dem Zwischenspurt des Unterharmersbachers Dräger (352 Kegel) den notwendigen Tribut zollen musste. Die verunglückte Schlussbahn des Schwabsbergers war angesichts der überragenden Gesamtleistung seines Kontrahenten (666 Kegel) nicht mehr von Belang.

Endstand:  6 : 2 Gesamtpunkte (15 : 9 Satzpunkte) bei 3795 : 3667 Kegeln für den SKC Unterharmersbach.

Stimmen zum Spiel – Mathias Dirnberger:

„Unterharmersbach ist heute förmlich über sich hinausgewachsen und hat die Begegnung am Ende dank einer grandiosen Leistung verdient gewonnen. Das ist eine Mannschaft, von der man mit Sicherheit auch in Zukunft noch weiter hören wird.“


2018-05-04
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