Victoria Bamberg sichert sich souverän die Vizemeisterschaft
gegen nicht gerade sattelfeste Schwabsberger.

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DKBC-Präsident Jürgen Franke überreicht Nicolae Lupu vom frischgebackenen
Deutschen Vizemeister Victoria Bamberg die Silbermedaille für eine insgesamt tolle
Saisonleistung.

 

Bei dem überragend herausgespielten 6 : 2 Erfolg (3829 . 3522 Kegel) über den KC Schwabsberg, ließ Bamberg vom ersten Wurf an erkennen, dass man nicht gewillt war, sich am letzten Spieltag noch einmal die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Am Ende wurden die Ostwürttemberger, die sich zum Abschluss der Saison durchaus noch einmal einiges vorgenommen hatten, mit einer saftigen Klatsche nach Hause geschickt. Die 307 Kegel Differenz im Gesamtergebnis, eine klare Ansage der Oberfranken. Für Schwabsbergs Kegler gleichbedeutend mit der höchsten Niederlage, die man im Oberhaus jemals einstecken musste. Während die Victorianer  mit einer überragenden Mannschaftsleistung, mit  Ergebnissen zwischen 617 und 670 Kegeln, beeindruckten vermochten bei Schwabsberg allein Melvin Rohn und Manuel Lallinger mit 654 und 651 Kegeln wirklich zu überzeugen. Die Ostwürttemberger haben in der Begegnung reichlich Ballast angesammelt. Den gilt es jetzt im Laufe der Woche peu á peu zu entsorgen. Am kommenden Samstag geht es nämlich an gleicher Stelle, vor großer Kulisse, in der Finalrunde der Champions League gegen keinen geringeren als den slowakischen Meister SK Zeleziarne Podbrezova mit dem serbischen Weltmeister Vilmos Zavarko. Da heißt es Farbe bekennen, will man gegen dieses Weltklasseteam den Einzug ins Finale schaffen.

Bamberger Traumstart

Das Bamberger Starttrio mit Florian Fritzmann, Nicolae Lupu und Cosmin Craciun löste seine Aufgabe gegen Ronald Endraß, Philipp Vsetecka und Manuel Lallinger nicht nur mit Bravour sondern legte gleich einen soliden Grundstock für den späteren Gesamterfolg. Weder für Ronald Endraß (550 Kegel) noch für Philipp Vsetecka (559 Kegel) gab es da etwas zu erben. Mit überragenden 658 Kegeln (4 : 0 Gewinnsätze) krönte Florian Fritzmann seine Leistung. Erneut in absoluter Weltklasseform präsentierte sich Bambergs rumänischer Dauerbrenner Nicolae Lupu, der mit 670 Kegeln den Tagesbestwert erzielte. Ohne jeden Schwachpunkt verbuchte auch er glatte 4 : 0 Gewinnsätze zu seinen Gunsten. Ein absolut hochklassiges Match lieferten sich Bambergs zweiter Rumänienexport, Cosmin Craciun und Schwabsbergs Manuel Lallinger. Der Schwabsberger punktete mit 338 Kegeln in den  ersten beiden Sätzen. Im zweiten Spielabschnitt stemmte sich der Bamberger zwar gegen die drohende Niederlage, konnte das Blatt aber nicht mehr entscheidend wenden. Mit 1,5 : 2,5 Gewinnsätzen und hervorragenden 634 : 651 Kegeln musste er dem seit Wochen in überragender Manier aufspielenden Schwabsberger das Feld überlassen. Dennoch konnte Bamberg mit 2 : 1 Mannschaftspunkten und überragenden 1962 : 1760 Kegeln beruhigt dem zweiten Spielabschnitt entgegensehen. Das angestrebte Ziel, die Saison als Vizemeister zu beenden, war den Oberfranken mit diesem Spielstand nicht mehr streitig zu machen.       

Bamberg legt nach

Der zweite Spielabschnitt entpuppte sich als exakte Blaupause des vorangegangenen. Bamberg dominierte mit Christian Wilke und Sebastian Rüger die Partie, während sich Dominik Kunze mit dem Schwabsberger Melvin Rohn ein Duell auf Biegen und Brechen lieferte. Ein missglückter Anwurf im Schlusssatz besiegelte  dessen Schicksal gegen den abgezockt und nahezu fehlerfrei agierenden Schwabsberger U 23 Nachwuchsmann. Der überzeugte mit präzisem Gassenspiel, wofür seine 419 Kegel beim Spiel in die Vollen und seine 181’iger Schlussbahn, beredtes Zeugnis ablegen. Absolut verdient brachte Rohn mit 3 : 0 Gewinnsätzen den zweiten Punkt für Schwabsberg nach Hause. Überragend auch sein mit 654 : 618 Kegeln erzieltes Gesamtergebnis. Matze Dirnberger vermochte mit seinem eher moderaten Auftritt (570 Kegel)  Bambergs Christian Wilke, Topscorer der Oberfranken mit 13 Punkten, Heimschnitt 640 Kegel, nicht sonderlich in Verlegenheit zu bringen. Lediglich im zweiten Satz bot sich der Schwabsberger Nr. 1 die Chance vorübergehend mit seinem Kontrahenten gleichzuziehen. Der setzte sich am Ende aber hochverdient mit 4 : 0 Gewinnsätzen und hervorragenden 632 Kegeln durch. Nicht sonderlich gefordert war Bambergs Nachwuchshoffnung Sebastian Rüger gegen Marcel Volz.  Der Schwabsberger, der durch konstant gute Leistungen in den letzten Wochen in die erste Sechs aufgerückt war, hatte offensichtlich einen bereits gebrauchten Tag erwischt. Bei ihm ging wenig zusammen, so dass er ebenfalls mit einem glatten 4 : 0 (618 : 538 Kegel) abgefertigt wurde. Im Anschluss an den souverän herausgespielten 6 : 2 Heimerfolg zeigte sich DKBC-Präsident Jürgen Franke voll des Lobes für die tolle Saisonleistung des deutschen Vizemeisters. Neben Bamberg ehrte Franke auch den Meisterschaftsdritten aus dem benachbarten Bad Staffelstein.

Stimmen zum Spiel – Mathias Dirnberger:

„Abgesehen von den beiden wirklich sehr guten Leistungen von Melvin und Manuel, war das heute nicht unser Tag. Bamberg hat einen wirklich überragenden Auftritt hingelegt und uns dabei förmlich überrollt.“


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