Ostalbkegler müssen sich in der Finalrunde der Champions
League mit weltbesten Clubmannschaften messen.

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Am vergangenen Wochenende wurden Schwabsbergs Kegler in Bamberg von der Victoria auf Herz und Nieren geprüft. Man darf gespannt sein, ob man aus dieser Begegnung die richtigen Erkenntnisse mit nach Hause gekommen hat.

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Livestream: https://youtu.be/Mz_H5vUE_SE

 

Die eigentliche Sensation haben die Kegler vom KC Schwabsberg bereits geschafft. Nach dem Gewinn des Pokalsiegerwettbewerbs im vergangenen Oktober in München stehen die Kegler von der Ostalb, nach teilweise sensationellen Leistungen, im Finalrundenturnier der Champions League (CL). Am Ostersamstag und Ostersonntag wird im oberfränkischen Bamberg, das neben den Weltmeisterschaften, Kegeln ist keine olympische Sportart, bedeutendste Turnier in dieser Sportart überhaupt ausgetragen. Vier Männer- und vier Frauenteams ermitteln nicht nur einen bloßen Sieger, sondern die weltbeste Clubmannschaft der Spielzeit 2017/18. Allein der Weg in den CL-Wettbewerb war außerordentlich steinig. Da mussten Schwabsbergs Kegler einige beachtliche Brocken aus dem Weg räumen. Qualifiziert haben sich die Ostwürttemberger über den NBC-Pokal (Pokal der Pokalsieger) unter insgesamt 26 Männerteams aus ganz Europa. Nur drei Mannschaften, darunter Schwabsberg als NBC-Pokal-Champion 2017, schafften den Sprung in die Champions League. Prominente Opfer auf dem Weg in die Endrunde der vier weltbesten Mannschaften waren der rumänische Meister CS CFR Cluj (Weltpokal) sowie der ungarische Meister und Weltpokalsieger (Pokal der Landesmeister) von 2017, Zalaegerszegi TK. Bereits mit dem Sprung in die Finalrunde haben Schwabsbergs Kegler Geschichte geschrieben. Erstmals seit Bestehen dieses Wettbewerbs nimmt mit den Schwaben eine Clubmannschaft aus Baden-Württemberg an diesem Wettbewerb überhaupt teil. Die Gegner mit denen es sich am Wochenende zu messen gilt haben klangvolle Namen. Realistisch betrachtet könnte man die Rolle der Ostwürttemberger mit der des biblischen David gegen Goliath, nur mit einer Schleuder bewaffnet, vergleichen. Die Gegner indes kennt man auf der Ostalb zur Genüge. Mit allen haben Kapitän Reiner Buschow & Co schon die Klingen gekreuzt. Der vierfache CL-Gewinner Szegedi TE war bereits 2015 in der Champions League Gegner der Schwaben. Schwabsbergs überragende keglerische Leistung in Szeged (3847 Kegel), bestes Ergebnis einer Gastmannschaft überhaupt, hat heute noch Bestand. Auch im Jahr danach war bereits in der ersten Runde Schluss für die Ostwürttemberger. Gegner war der Champions-League-Sieger von 2011 und 2012, der slowakische Meister SK Zeleziarne Podbrezova (SVK). Ein unglücklicher Wurf im Rückspiel und ein halber Punkt in der Endabrechnung bedeuteten damals das Aus für den KCS. Beide Mannschaften stehen sich am Samstag ab 16.30 Uhr in zweiten Halbfinale erneut als Gegner gegenüber. Gegner der Ungarn im ersten Halbfinale der Männer ist der alte und neue Deutsche Meister SKV RW Zerbst 1999 (CL-Gewinner 2010 und 2015). Am Ostersonntag um 14.30 Uhr wird zunächst das kleine Finale und um 16.30 Uhr das CL-Finale ausgespielt. Bei den Frauen trifft am Samstag die Victoria aus Bamberg auf die Sloweninnen aus Celje und Slovan Rosice (CZE) auf Romgaz Targu-Mures (ROU).   Man darf gespannt sein, wie sich Schwabsberg in diesem erlesenen Teilnehmerfeld, samt und sonders Teams, die diesen Wettbewerb in letzten Jahren nicht nur geprägt, sondern dominiert haben, zurecht finden wird. Am vergangenen Wochenende zumindest hat der alte und neue deutsche Vizemeister, Victoria Bamberg, im letzten Meisterschaftsspiel der Saison, den Schwaben mit einem 6 : 2,  die Generalprobe gründlich verhagelt. Gastgeber Victoria Bamberg, selbst dreimaliger CL-Sieger, hatte als drittes deutsches Team ebenfalls die Chance in die Finalrunde vorzustoßen, ist jedoch in der zweiten Runde hauchdünn an Szeged gescheitert. Die Karten für dieses keglerische Großereignis, das die Rahmenbedingungen für ganz großen Kegelsport bietet, sind restlos ausverkauft. Diejenigen Zuschauer, die Karten ergattern konnten, dürfen sich auf ein außergewöhnliches, sportliches Ereignis mit hohem Unterhaltungswert freuen. Sogar der SWR bekundete im Laufe der Woche großes Interesse. Auf Grund des engen Zeitfensters, kam jedoch kein Sendebeitrag mehr zustande.

Stimmen zum Spiel – Kapitän Reiner Buschow:

„Es ist unendlich schwierig überhaupt in das CL-Finalrundenturnier vorzustoßen. Dass wir das geschafft haben ist eigentlich schon sensationell. Finalrundenluft schnuppern wir alle zum ersten Mal. Wir gehen diese Mission keineswegs blauäugig an, für eine Überraschung dürften wir dennoch immer gut sein.“


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