Schwabsberger haben ihre Bahnanlage modernisiert und rüsten sich für den Wiederbeginn

  Friedrichshafen1
 Bereit wieder loszukegeln: Von nun an haben die Schwabsberger Kegler eine der modernsten Anlagen in ganz Baden-Württemberg  
Foto: R.Prickler

Sportlich hatten Schwabsbergs Kegler auf Rang sieben zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt als großes Ziel nach dem mannschaftlichen Komplettumbruch bereits gesichert - dann wurde wegen der Corona-Pandemie der Spielbetrieb eingestellt.
Der Deutsche Keglerbund Classic (DKBC) hat inzwischen entschieden, das Zwischenklassement zu werten und einen Meister sowie zwei Absteiger zu benennen. Da zudem alle vier Zweitliga-Meister aufsteigen dürfen, werde in der Bundesliga kommende Saison mit zwölf Teams und verschärftem Abstieg gespielt, informiert Reinhard Prickler

Vorschrift in der 1. Liga

Der Vorsitzende des KC Schwabsberg blickt optimistisch in die Bundesliga-Zukunft, zu mal der KC die Pause genutzt hat, um seine Bahnanlage zu erneuern. Die neuen Segmentbahnen sind ab kommender Runde Vorgabe, um Bundesliga spielen zu können.

Touchscreen, LED-Bildschirm

 "Jetzt haben wir eine der modernsten Anlagen in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus", sagt Prickler. Per Touchscreens können die Anlagen separat gesteuert werden, LED-Bildschirme ersetzen die bisherigen Anzeigen.
Aber nutzt die neue Anlage den Schwabsbergern auch sportlich? "Bisher hatten wir auf unseren Heimbahnen einen klaren Vorteil, der ist jetzt weg" räumt Prickler ein. Denn jede Bahn - ob wie bisher auf Kunststoff auf Betonfundament oder nun mit einer aus Platten aus laminatähnlichem Material zusammengesetzten Lauffläche auf Holzunterkonstruktion - entwickle ihre Eigenheiten, die der Kenner auszunutzen weiß. "Wir werden unsere Vorbereitung komplett zu Hause absolvieren, damit sich unsere Spieler schnell an die neuen Bahnen gewöhnen können", sagt Prickler.
Bisher ist jeder Spieler eigenverantwortlich, sich fit zu halten mit Joggen, Radfahren oder Fitness.
Jetzt wo die neue Bahn fertig ist, hofft Prickler bald mit dem Mannschaftstraining beginnen zu können, erlaubt ist es unter Wahrung der Abstandspflichten für Spitzensportler bereits. Ab Pfingsten könne die Bahn möglicherweise auch über die Bundesliga-Mannschaft hinaus wieder zur Nutzung für den Trainingsbetrieb freigegeben werden, hofft Prickler

Die neue Bahn ist leiser

Was jetzt schon festzustellen sei: Die neue Bahn ist nur heller gestaltet und in kräftigem Orange gehalten optisch auffällig, sie sei leiser. Die Lauffläche sei ruhiger, die Kugel werde weicher aufgenommen.
Die neu formierte Mannschaft habe eine große Harmonie entwickelt, sich deshalb auch gut geschlagen und das Team bleibe auc hin großen Teilen zusammen. "Tim Brachtel verlässt uns, er sucht eine andere sportliche Herausforderung", sagt Prickler. Möglicherweise beim Ligakonkurrenten Bamberg. Neu dazu kommt Michael Niefnecker vom Zweitligisten KRC Kipfenberg. Weil auch Johannes Arnold angekündigt hat, zurückzustecken zu wollen, ohne aber den Verein zu verlassen, sei man derzeit noch mit weiteren Spielern in Kontakt. So hoffen Schwabsbergs Kegler vielleicht ab Herbst wieder einen normalen Spielbetrieb aufnehmen zu können. "Unser Ziel ist dann wieder der Klassenerhalt", sagt Prickler.

(Text: Leidenberger Benjamin, Sport, Der Heimvorteil ist erst mal weg, Kegeln, 1.Bundesliga, in: Schwäbische Post (Donnerstag, 14, Mai 2020), Nr. 111, Seite 25)


Keine Termine