Es ist weiterhin völlig unklar, wann und wie es im Kegeln weitergehen könnte. Nur eines ist sicher: Eine Fortsetzung am 02. Januar ist nicht mehr möglich

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Erst vor wenigen Monaten wurden beim KC Schwabsberg die neuen Kegelbahnen eingeweiht. Seit Ende Oktober stehen die Bahnen aufgrund des Teil-Lockdowns still

Foto: L. Prickler       

 

Aufgrund des Teil-Lockdowns legt der Sport mit Ausnahme der Profis gerade in ganz Deutschland wieder eine Zwangspause ein - und zwar bis mindestens 10. Januar 2021.
Auch bei den Bundesliga-Keglerinnen und Kegler wird bis auf weiteres erstmal nichts gehen. Die Taskforce des DKBC (Deutscher Keglerbund Classics) hatte vor kurzem einen Drei-Stufen-Plan zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs erstellt - Plan A sah dabei folgendermaßen aus: Wäre ab dem 01. Dezember 2020 wieder ein bundesweiter Trainingsbetrieb möglich gewesen, hätte man die Saison am Samstag, 02. Januar 2021 fortsetzen können.
Doch nach dem Bund und Länder eine Verlängerung des Teil-Lockdowns vereinbarten, ist das nun nicht mehr möglich. Stufe B würde nach aktuellstem Stand noch gehen - eine Umsetzung wird nach den neuesten Vereinbarungen aber immer unwahrscheinlicher. Wenn ab dem 01. Januar 2021 ein bundesweiter Trainingsbetrieb möglich ist, könnte man die Saison am 30. Januar 2021 fortsetzen. Reinhard Prickler 1. Vorsitzender des KC Schwabsberg ist aber skeptisch: "Eine Fortsetzung nach Plan B ist bei den derzeitigen Inzidenzwerten mehr als fraglich. Voller Freude und Zuversicht sind wir in die laufende Runde gegangen. Nun stehen die neuen Kegelbahnen still und wir warten auf die Rückkehr der Kegler."
Die derzeitigen hohen Corona-Zahlen lassen darauf schließen, dass man sich langsam aber sicher mit Plan C beschäftigen müsse - und das bedeutet für alle Keglerinnen und Kegler nichts Gutes: Denn sollte nach dem 01. Januar 2021 immer noch kein bundesweiter Trainingsbetrieb möglich sein oder gar ein neuer Lockdown ausgesprochen werden, wird die Saison 2020/21 ohne Wertung abgebrochen und im September neu ausgespielt. Es würde keine Auf- und Absteiger und keinen Meister geben.
Die Herren des KC Schwabsberg belgen in der 1. Bundesliga nach  fünf absolvierten Spielen derzeit den siebten Tabellenplatz. Die Damen des KC Schrezehim sind in der 1. Bundesliga etwas erfolgreicher und rangieren nach vier Spielen auf dem dritten Tabellenplatz.
Wie es auf württembergischer Ebene weitergeht ist ebenfalls noch unklar - vor kurzem hatte der Sektionsausschuss des WKBV (Württembergischer Kegler- und Bowlingverband) bei einer Videokonferenz aber folgende Punkte beschlossen. "Der Seniorenspielbetrieb in der Saison 2020/21 wird ohne Wertung abgebrochen. Die Durchführungsbestimmungen werden aufgrund der Pandemie ergänzt. Dabei wird es keinen Auf- und Absteiger geben. Einzige Ausnahme wäre eventuell die Verbandsliga, sollte es doch einen Absteiger aus der Bundesliga geben", so die Mitteilung auf der Homepage des WKBV.
Auch über eine Fortsetzung der Saison hat man sich Gedanken gemacht. Sollte ein Spielbetrieb ab Februar möglich sein, geht es am Samstag, 06. Februar 2021 weiter. Dabei wird erst noch die Hinrunde zu Ende gespielt, sodass jeder gegen jeden einmal gespielt hat. Die ersten acht Mannschaften treten in Playoffs gegeneinander an und duellieren sich um die Meisterschaft. Auch die Jugendrunde könnte gespielt werden. Geht es erst im März weiter, wird die Hinrunde fertig gespielt. Anschließend treten die Top vier in den Playoffs an, um den Meister zu ermitteln. Auch im März könnte die Jugendrunde stattfinden.
Wäre grünes Licht erst im April möglich, würde es nur eine Jugendrunde geben - die restliche Spielrunde wird komplett abgebrochen. Falls auch im April kein Spielbetrieb möglich wäre, wird die Jugendrunde ebenfalls ersatzlos gestrichen.
 Quelle: Abramowski Tim: SPORT - Die Kegelbahnen stehen still in: Schwäbischen Post (08. Dezember 2020) 72. Jahrgang, Nr. 285, Seite 25